Anzeige
Mehr »
Samstag, 25.07.2026 - Börsentäglich über 12.000 News

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche

WKN: A3D7VW | ISIN: IE000S9YS762 | Ticker-Symbol: LIN
Xetra
24.07.26 | 17:35
449,20 Euro
+0,45 % +2,00
1-Jahres-Chart
LINDE PLC Chart 1 Jahr
5-Tage-Chart
LINDE PLC 5-Tage-Chart
RealtimeGeldBriefZeit
447,80448,2024.07.
449,60451,6024.07.
Small- & Micro Cap Investment
387 Leser
Artikel bewerten:
(0)

8 Kilogramm Sauerstoff für 1 Kilogramm Wasserstoff: Das übersehene zweite Produkt der Wasserstoffwirtschaft

Anzeige / Werbung

Grüner Wasserstoff wird häufig so dargestellt, als entstehe bei der Wasserspaltung nur ein einziges Produkt. In der öffentlichen Diskussion geht es um Wasserstoffmengen, Produktionskosten und mögliche Abnehmer. Der zweite Teil der chemischen Reaktion findet deutlich weniger Beachtung: Sauerstoff.

Aus mindestens neun Kilogramm reinem Wasser entstehen bei der vollständigen Wasserspaltung ungefähr ein Kilogramm Wasserstoff und acht Kilogramm Sauerstoff. Eine Anlage, die täglich 100 Tonnen Wasserstoff produziert, erzeugt rechnerisch somit auch rund 800 Tonnen Sauerstoff. Je größer die Wasserstoffwirtschaft wird, desto wichtiger wird deshalb die Frage, was mit diesem zweiten Gas geschieht.

Sauerstoff muss nicht zwangsläufig ein wertloses Nebenprodukt sein. Er wird in Stahlwerken, Chemieanlagen, Krankenhäusern, Kläranlagen und zahlreichen Verbrennungsprozessen eingesetzt. Ob sich der Sauerstoff einer Wasserstoffanlage wirtschaftlich nutzen lässt, hängt jedoch von seiner Reinheit, dem notwendigen Druck, den Aufbereitungskosten und vor allem einem nahe gelegenen Abnehmer ab.

Sauerstoff ist längst ein großes Industriegeschäft

Industriesauerstoff wird heute überwiegend aus der Umgebungsluft gewonnen. Große Luftzerlegungsanlagen kühlen Luft so weit herunter, dass Sauerstoff, Stickstoff und Argon voneinander getrennt werden können. Diese Anlagen sind kapitalintensiv und benötigen erhebliche Mengen Energie.

Die Wasserstofferzeugung eröffnet einen anderen Weg. Wenn Wasser ohnehin in seine Bestandteile zerlegt wird, entsteht Sauerstoff automatisch. Wird er gereinigt, gesammelt und an einen industriellen Kunden geliefert, kann aus einem Nebenprodukt ein zusätzlicher Wertstrom werden.

Das klingt zunächst einfach, ist technisch und wirtschaftlich aber anspruchsvoll. Sauerstoff lässt sich nicht beliebig weit kostengünstig transportieren. Große Mengen werden deshalb häufig über Pipelines direkt an benachbarte Industrieanlagen geliefert. Der Standort einer Wasserstoffanlage entscheidet damit nicht nur über die Verfügbarkeit von Strom, Sonnenlicht und Wasser, sondern möglicherweise auch über den Wert des produzierten Sauerstoffs.

Linde baut Geschäftsmodelle um mehrere Gase auf

Wie wichtig die gemeinsame Planung unterschiedlicher Gasströme ist, zeigt Linde (ISIN: IE000S9YS762). Der Industriegasekonzern erzielte 2025 einen Umsatz von rund 34 Mrd. US-Dollar und entwickelt häufig Anlagen direkt am Standort seiner Kunden. Die Abnehmer verpflichten sich über langfristige Verträge zur Gasabnahme, während Linde Bau und Betrieb der Produktionsanlagen übernimmt.

Für ein geplantes Ammoniakprojekt in Louisiana will Linde beispielsweise mehr als 400 Mio. US-Dollar in eine Luftzerlegungsanlage investieren. Sie soll Sauerstoff und Stickstoff für eine Anlage liefern, die jährlich rund 1,4 Mio. Tonnen kohlenstoffärmeres Ammoniak produzieren soll.

Das Projekt verwendet eine andere Technologie als Sparc Hydrogen. Es verdeutlicht aber ein grundlegendes Prinzip: In der Industrie wird selten nur ein einzelnes Gas isoliert betrachtet. Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Kohlendioxid und Prozesswärme werden möglichst eng mit dem Bedarf eines Standorts verbunden. Dadurch entstehen integrierte Systeme statt einzelner Produktionsanlagen.

Air Liquide will erneuerbaren Sauerstoff gezielt verwerten

Air Liquide (ISIN: FR0000120073) verfolgt einen vergleichbaren Ansatz. Der französische Konzern erwirtschaftete 2025 einen Umsatz von knapp 27 Mrd. Euro und betreibt weltweit Gasproduktionsanlagen, Pipelines und Versorgungssysteme für Industriekunden.

Besonders interessant ist die Produktionsplattform im kanadischen Bécancour. Dort verbindet Air Liquide eine Luftzerlegungsanlage mit einem bestehenden PEM-Elektrolyseur. Der bei der Wasserstoffproduktion entstehende erneuerbare Sauerstoff soll aufgefangen und wirtschaftlich genutzt werden.

Damit behandelt Air Liquide den Sauerstoff nicht als Abfallstrom, der lediglich in die Atmosphäre abgegeben wird. Er wird Teil des Produktportfolios der Anlage. Das funktioniert vor allem deshalb, weil am Standort bereits Infrastruktur, Fachwissen und potenzielle Kunden für Industriegase vorhanden sind.

Das Beispiel zeigt zugleich die Grenze des Modells. Nicht jede Wasserstoffanlage steht neben einem Sauerstoffverbraucher. Fehlt ein lokaler Markt, können Aufbereitung, Verdichtung und Transport teurer sein als der erzielbare Verkaufspreis.

Auch Photokatalyse spaltet Wasser in zwei Gase

Das Thema betrifft nicht nur klassische Elektrolyseure. Die von Sparc Hydrogen entwickelte photokatalytische Wasserspaltung zerlegt Wasser ebenfalls in Wasserstoff und Sauerstoff. Der Unterschied liegt in der Energiezufuhr: Statt erneuerbaren Strom in einem Elektrolyseur einzusetzen, soll konzentriertes Sonnenlicht die chemische Reaktion unmittelbar antreiben.

Sparc Technologies (ISIN: AU0000115750) hält 36% an dem Gemeinschaftsunternehmen, ebenso wie Fortescue. Weitere 28% liegen bei der University of Adelaide. Die SHARP-Pilotanlage in Roseworthy arbeitet seit Ende 2025 unter realen Solarbedingungen.

Im Juni 2026 berichtete Sparc Hydrogen über sechs Monate kontinuierlichen Betrieb. Die Anlage habe vollständig autonome Start- und Abschaltprozesse erreicht, Wasserstoff beim maximalen Auslegungsdruck des Reaktors erzeugt und auch während eines südaustralischen Sommers mit Außentemperaturen von bis zu 46 Grad Celsius gearbeitet. Gleichzeitig werden die Leistung und Haltbarkeit unterschiedlicher Photokatalysatoren untersucht.

Der aktuelle Schwerpunkt liegt klar auf der Wasserstoffausbeute, der Reaktortechnik und der Skalierbarkeit des Systems. Ein kommerzielles Konzept zur Nutzung des entstehenden Sauerstoffs hat Sparc Hydrogen bislang nicht vorgestellt. Sollte die Technologie jedoch in größere industrielle Anlagen überführt werden, wird auch dieser Gasstrom Teil der Systemplanung werden müssen.

Aus Wasserstoffanlagen könnten Mehrproduktstandorte werden

Für Sparc Hydrogen eröffnet der Sauerstoffgedanke eine langfristig interessante Perspektive. Ein modularer Solarreaktor könnte künftig dort errichtet werden, wo nicht nur Wasserstoff, sondern auch Sauerstoff oder bereits die im System anfallende Wärme genutzt werden kann.

Denkbar wären Industrieparks, Aufbereitungsanlagen oder Standorte mit chemischen Prozessen. Entscheidend bleibt, ob der Sauerstoff in einer geeigneten Reinheit anfällt, mit vertretbarem Aufwand getrennt werden kann und ein Abnehmer in unmittelbarer Nähe vorhanden ist. Das muss technisch und wirtschaftlich erst nachgewiesen werden.

Die Wasserstoffwirtschaft wird häufig auf den Preis je Kilogramm Wasserstoff reduziert. Langfristig könnte jedoch die Nutzung aller entstehenden Stoff- und Energieströme ebenso wichtig werden. Acht Kilogramm Sauerstoff je Kilogramm Wasserstoff sind schließlich keine Randgröße. Sie zeigen, dass eine Wasserstoffanlage chemisch betrachtet nie nur ein einziges Produkt herstellt.


Quellen:
https://www.gov.uk/guidance/hydrogen-production-by-electrolysis-of-water-emerging-techniques
https://www.airliquide.com/group/press-releases-news/2023-10-24/air-liquide-establishes-new-low-carbon-gas-production-platform-quebecs-new-energy-transition-valley
https://www.sparchydrogen.com/post/a-note-from-the-ceo-world-hydrogen-summit-2026

Lassen Sie sich in den Verteiler für Sparc Technologies Limited oder Nebenwerte eintragen. Einfach eine E-Mail an Eva Reuter: e-reuter@dr-reuter.eu mit dem Hinweis: "Verteiler Sparc Technologies Limited" oder "Nebenwerte".

Sparc Technologies Limited
Land: Australien
ISIN: AU0000115750
https://sparctechnologies.com.au/corporate-information/

Disclaimer/Risikohinweis Sparc Technologies Limited
Interessenkonflikte: Mit Sparc Technologies Limited existiert ein entgeltlicher IR und PR-Vertrag. Inhalt der Dienstleistungen ist u.a., den Bekanntheitsgrad des Unternehmens zu erhöhen. Dr. Reuter Investor Relations handelt daher bei der Erstellung und Verbreitung des Artikels im Interesse von der Sparc Technologies Limited. Es handelt sich um eine werbliche redaktionelle Darstellung. Aktien von Sparc Technologies Limited können sich im Besitz von Mitarbeitern oder Autoren von Dr. Reuter Investor Relations - unter Berücksichtigung der Regeln der Market Abuse Regulation (MAR) befinden.

Unternehmensrisiken: Wie bei jedem Unternehmen bestehen Risiken hinsichtlich der Umsetzung des Geschäftsmodells. Es ist nicht gewährleistet, dass sich das Geschäftsmodell entsprechend den Planungen umsetzen lässt. Weitere Unternehmensrisiken können Sie auf der Webseite von Sparc Technologies Limited einsehen: https://sparctechnologies.com.au/corporate-information/

Investitionsrisiken: Investitionen sollten nur mit Mitteln getätigt werden, die zur freien Verfügung stehen und nicht für die Sicherung des Lebensunterhaltes benötigt werden. Es ist nicht gesichert, dass ein Verkauf der Anteile über die Börse zu jedem Zeitpunkt möglich sein wird. Grundsätzlich unterliegen Aktien immer dem Risiko eines Totalverlustes.

Disclaimer: Alle in diesem Newsletter / Artikel veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältigen Recherchen. Die Informationen stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Den Ausführungen liegen Quellen zugrunde, die der Herausgeber für vertrauenswürdig erachtet.

Quellen: Insbesondere werden zur Darstellung & Beurteilung der Gesellschaften Informationen der Unternehmenswebseite verfügbaren Informationen berücksichtigt. In der Regel besteht zudem ein direkter Kontakt zum Vorstand / IR-Team der jeweiligen analysierten bzw. vorgestellten Gesellschaft. Der Artikel wurde vor Veröffentlichung St George Mining vorgelegt, um die Richtigkeit aller Angaben prüfen zu lassen.

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Mitteilung enthält bestimmte zukunftsgerichtete Aussagen, einschließlich Aussagen über das Unternehmen. Wo immer möglich, wurden Wörter wie "können", "werden", "sollten", "könnten", "erwarten", "planen", "beabsichtigen", "antizipieren", "glauben", "schätzen", "vorhersagen" oder "potenziell" oder die Verneinung oder andere Variationen dieser Wörter oder ähnliche Wörter oder Phrasen verwendet, um diese zukunftsgerichteten Aussagen zu identifizieren. Diese Aussagen spiegeln die gegenwärtigen Einschätzungen der Geschäftsleitung wider und basieren auf Informationen, die der Geschäftsleitung zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Berichts vorlagen.

Zukunftsgerichtete Aussagen sind mit erheblichen Risiken, Ungewissheiten und Annahmen verbunden. Viele Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Leistungen oder Errungenschaften erheblich von den Ergebnissen abweichen, die in den zukunftsgerichteten Aussagen erörtert oder impliziert werden. Diese Faktoren sollten sorgfältig berücksichtigt werden, und der Leser sollte sich nicht in unangemessener Weise auf die zukunftsgerichteten Aussagen verlassen. Obwohl die in dieser Pressemitteilung enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen auf Annahmen beruhen, die das Management für vernünftig hält, kann das Unternehmen den Lesern nicht versichern, dass die tatsächlichen Ergebnisse mit diesen zukunftsgerichteten Aussagen übereinstimmen werden. Das Unternehmen ist nicht verpflichtet, diese Aussagen zu aktualisieren oder zu überarbeiten, um neuen Ereignissen oder Umständen Rechnung zu tragen, sofern dies nicht gesetzlich vorgeschrieben ist.

Verantwortlich & Kontakt für Rückfragen
Dr. Reuter Investor Relations
Dr. Eva Reuter
Friedrich Ebert Anlage 35-37
60327 Frankfurt
+49 (0) 69 1532 5857
www.dr-reuter.eu
www.small-microcap.eu

Für Fragen bitte Nachricht an e-reuter@dr-reuter.eu

Über Dr. Reuter Investor Relations: Dr. Reuter Investor Relations ist eine Investor Relations Agentur / Investor Relations Agency mit der folgenden Servicepalette: Small Cap Investor Relations, Retail Investor Relations, Privataktionäre, Institutional Investor Relations, Institutionelles Investor Relations, Finanz- Public Relations, ESG-Services, Roadshows, Investor Access, Kapitalmarkt-Compliance, Equity Research.

The post 8 Kilogramm Sauerstoff für 1 Kilogramm Wasserstoff: Das übersehene zweite Produkt der Wasserstoffwirtschaft appeared first on Small- and MicroCap Equity.

Enthaltene Werte: FR0000120073,AU0000115750,IE000S9YS762

Disclaimer:
Die hier angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information und stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind weder explizit noch implizit als Zusicherung einer bestimmten Kursentwicklung der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren birgt Risiken, die zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die Informationen ersetzen keine, auf die individuellen Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden wird weder ausdrücklich noch stillschweigend übernommen. ABC New Media hat auf die veröffentlichten Inhalte keinerlei Einfluss und vor Veröffentlichung der Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Autoren wie z.B. Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen, Unternehmen. Infolgedessen können die Inhalte der Beiträge auch nicht von Anlageinteressen von ABC New Media und / oder seinen Mitarbeitern oder Organen bestimmt sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen, Unternehmen gehören nicht der Redaktion von ABC New Media an. Ihre Meinungen spiegeln nicht notwendigerweise die Meinungen und Auffassungen von ABC New Media und deren Mitarbeiter wider. (Ausführlicher Disclaimer)
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.