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Dow Jones News
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MÄRKTE EUROPA/Gut behauptet - Schaeffler und UMG unter Druck

DJ MÄRKTE EUROPA/Gut behauptet - Schaeffler und UMG unter Druck

DOW JONES--Mit leichten Gewinnen haben die europäischen Aktienmärkte am Freitag den Handel beendet. Der DAX legte um 0,1 Prozent auf 25.629 Punkte zu, nachdem er Tageshoch schon dicht am Rekordhoch bei 25.900 Punkten gelegen hatte. Der Euro-Stoxx-50 gewann 0,2 Prozent auf 6.358 Punkte. Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende zogen alle Börsen in Europa am Nachmittag deutlich von ihren Tageshochs zurück. Etwas bremsend wirkte auch ein erneuter Anstieg im Ölpreis. Hier ging es für einen Barrel der Sorte Brent um 1,0 Prozent auf 89,94 Dollar nach oben.

Für etwas Mißstimmung sorgte die Inflation im Euroraum. Sie hat sich auf plus 2,9 Prozent im Juli beschleunigt nach 2,8 Prozent im Vormonat. Haupttreiber waren die Energiepreise, die nach dem Auslaufen des Tankrabatts in Deutschland und angesichts der Eskalation im Nahen Osten um 10,0 Prozent stiegen. Dagegen ging der Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln von 1,5 Prozent im Juni auf 1,2 Prozent zurück. "Insgesamt ist der Preisdruck unserer Meinung nach von den Energiepreisen getrieben, die indirekten Effekte daraus sind bisher eher begrenzt. Aufgrund der Volatilität an den Energiemärkten ist aber weiterhin Wachsamkeit von Seiten der EZB geboten", betonte DWS-Volkswirtin Ulrike Kastens. Sie rechnet daher weiter mit einer Zinserhöhung auf 2,50 Prozent im September.

Technologiewerte mit KI-Bezug und Chipwerte legten in Europa zu: Im DAX stiegen Infineon um 3,7 Prozent und Siemens Energy um 0,9 Prozent. Bei europäischen Chip-Aktien wie BE Semiconductor ging es um 0,4 Prozent nach oben.

Ein enttäuschendes Abo-Wachstum von Universal Music Group (UMG) schickte den Kurs um 25,4 Prozent nach unten. Die Ergebnisse für das zweite Quartal hätten nach der Schwäche im ersten Quartal nicht die von vielen erhoffte Erholung gebracht und sähen auf allen Ebenen enttäuschend aus, so Bernstein. Auch die Aktien von UMG-Großaktionär Vivendi gaben um 19,5 Prozent nach. UMG ist der Hauptgewinnbringer für Vivendi.

Saint Gobain gewannen 6,9 Prozent. Der Umsatz im zweiten Quartal stieg um 2,6 Prozent zum Vorjahr an. Dies habe noch über den hauseigenen und den Konsensschätzungen gelegen, hieß es von Davy Research. Wichtig sei vor allem die Belebung der Nachfrageaktivität, denn dies sei das erste Volumenwachstum seit dem ersten Quartal 2022 gewesen.

In Deutschland stiegen Aixtron um weitere 5,3 Prozent. Analysten hatten die starken Ergebnisse vom Vortag gelobt. Als positive Überraschung wurde vor allem der Auftragseingang bezeichnet. Angesichts dessen sei die Prognose zu konservativ ausgefallen und lasse auf deutlich höhere Gewinne im zweiten Halbjahr schließen.

Siemens Healthineers fielen nur um 0,9 Prozent trotz einer erneut gekappten Prognose für das Geschäftsjahr. Grund ist ein deutlicher Umsatzrückgang in der Labor-Diagnostik im dritten Quartal. Erwartet wird nun ein vergleichbares Umsatzwachstum zwischen 3,5 und 4,0 Prozent zum Vorjahr (zuvor: 4,5 bis 5,0 Prozent). Die Kursreaktion sei demgegenüber gering ausgefallen, hieß im Handel.

Schaeffler brachen um 12,4 Prozent ein. Der Auto- und Industriezulieferer hat seinen mittelfristigen Umsatzausblick gesenkt. Der Konzern rechnet für 2028 mit Umsatzerlösen zwischen 24 und 26 Milliarden Euro, hier liegt der Konsens bei rund 26,5 Milliarden Euro. Bei bestätigter EBIT-Marge und bestätigtem freiem Cashflow (FCF) sah der Kurseinbruch nach Händlerangaben aber etwas überzogen aus, so ein Teilnehmer.

Bei Hensoldt ging es nach Geschäftszahlen 5,0 Prozent abwärts. Die Jefferies-Analysten stuften das zweite Quartals als "solide" ein, die DZ Bank weist auf einen freien Cashflow (FCF) unterhalb des Konsens hin.

Nach dem Kursabsturz von Adidas am Vortag überzeugten auch die Quartalszahlen von Puma (-2,5%) nicht. Pumas Umsatzrückgang - der alle Produktsparten und bis auf Asien/Pazifik und Großchina alle Regionen betraf - hängt laut dem Unternehmen mit einer Neupositionierung zusammen, mit der man auf einen profitablen Wachstumspfad zurückfinden will. Adidas verloren weitere 1,2 Prozent.

=== 
Index        Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%) 
Euro-Stoxx-50     6.358       +0,2          +9,6 
Stoxx-50        5.454       -0,1         +11,0 
Stoxx-600        649       -0,1          +9,8 
DAX          25.629       +0,1          +4,6 
FTSE-100 London    10.897       -0,3          +9,7 
CAC-40 Paris      8.486       +0,3          +4,1 
AEX Amsterdam     1.105       -0,5         +16,1 
ATHEX-20 Athen     6.560       -0,2         +22,6 
BEL-20 Brüssel     5.655       +0,6         +11,4 
BUX Budapest     146.453       +0,2         +31,9 
OMXH-25 Helsinki    6.203       +0,3          +8,8 
OMXC-20 Kopenhagen   1.650       -3,1          +2,6 
PSI 20 Lissabon    9.146       -0,3         +10,7 
IBEX-35 Madrid    19.758       +0,1         +14,2 
FTSE-MIB Mailand   52.104       +0,1         +15,9 
OBX Oslo        1.956       +0,1         +22,4 
PX Prag        2.696       +0,4          +0,4 
OMXS-30 Stockholm   3.233       +0,4         +12,2 
WIG-20 Warschau   147.401       +0,4         +25,2 
ATX Wien        6.455       +0,1         +21,2 
SMI Zürich      14.392       -0,3          +8,5 
* gerundet 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:05 
EUR/USD          1,1514  -0,1  -0,0013     1,1527   1,1500 
EUR/JPY          183,28  -0,3  -0,5800     183,86  183,4200 
EUR/CHF          0,9306  +0,3   0,0027     0,9279   0,9287 
EUR/GBP          0,8548  -0,1  -0,0011     0,8559   0,8565 
USD/JPY          159,18  -0,2  -0,3300     159,51  159,5000 
GBP/USD          1,3465  +0,0   0,0001     1,3464   1,3422 
USD/CNY          6,7509  -0,1  -0,0041     6,7550   6,7550 
USD/CNH          6,7526  +0,1   0,0051     6,7475   6,7492 
AUS/USD          0,7023  -0,0  -0,0002     0,7025   0,7005 
Bitcoin/USD      62.688,70  -3,2 -2.039,95    64.728,65 64.676,76 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         84,26  +0,8    0,67      83,59 
Brent/ICE         89,94  +1,0    0,91      89,03 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.043,20  -1,4   -59,20    4.102,40 
Silber           57,45  -2,6   -1,54      58,99 
Platin         1.645,10  -0,9   -15,08    1.660,18 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/ros

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July 31, 2026 12:05 ET (16:05 GMT)

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Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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