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MÄRKTE EUROPA/Knapp im Minus - Commerzbank gesucht mit Unicredit-Gebot

DJ MÄRKTE EUROPA/Knapp im Minus - Commerzbank gesucht mit Unicredit-Gebot

DOW JONES--Die europäischen Börsen sind kaum verändert in den Handel am Montag gestartet. Weiterhin gibt es mit dem Krieg im Nahen Osten nur ein Thema, und dabei steht für die Märkte weiterhin die Entwicklung des Ölpreises im Fokus. Brent stand im Tageshoch bereits bei 106,50 Dollar das Barrel und liegt aktuell bei 105,52 Dollar. Für etwas Entspannung sorgt die Nachricht, dass zwei Tanker mit Flüssiggas auf dem Weg nach Indien die Straße von Hormus passiert haben. Die Meerenge gilt seit mehreren Tagen als praktisch geschlossen.

Der DAX verliert im frühen Handel 0,1 Prozent auf 23.435 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es 0,2 Prozent nach unten. Am Devisenmarkt erholt sich der Euro auf 1,1443 Dollar, während an den Anleihemärkten die Renditen etwas fallen.

Derweil drohen die USA den Nato-Bündnispartnern, sollten sie die Vereinigten Staaten in ihren Bemühungen nicht unterstützen, die Meerenge wieder zu öffnen. Dem Verteidigungsbündnis stellt US-Präsident Donald Trump andernfalls eine "sehr schlechte" Zukunft in Aussicht. Die Reaktion der Allierten fällt bislang zurückhaltend aus. Außerhalb der Nato haben Australien sowie Japan bereits erklärt, keine Schiffe in die Region zu entsenden. "Und selbst wenn sich eine Koalition bilden sollte, ist aktuell nicht klar, ob die Straße von Hormus damit befahrbar gehalten werden kann", so Vermögensverwalter Thomas Altmann von QC Partners.

Etwas Unterstützung für den Markt kommt von positiven Wirtschaftsdaten aus China. Nicht nur zogen die Einzelhandelsumsätze in den Monaten Januar und Februar kräftig an. Auch bei den Anlageinvestitionen gab es positive Signale: Diese stiegen im Jahresvergleich um 1,8 Prozent und übertrafen damit die Erwartungen von 0,8 Prozent. Dies deutet auf eine Erholung hin, nachdem im Jahr 2025 noch ein Rückgang von 3,8 Prozent verzeichnet worden war. Die Industrieproduktion legte im selben Zeitraum um 6,3 Prozent zu, was sowohl über dem Dezemberwert von 5,2 Prozent als auch über den Expertenprognosen von 5,0 Prozent lag.

Hightlight der Woche sind die geldpolitischen Entscheidungen von US-Notenbank und EZB am Mittwoch und Donnerstag. In beiden Fällen wird mit einer Bestätigung des aktuellen Zinsniveaus gerechnet. Wie es danach weitergeht, dürft in entscheidendem Maße von der Länge des Irankriegs und der damit verbundenen Entwicklung des Ölpreises bzw. der Inflation abhängen.

Commerzbank sind mit Aufschlägen von 3,8 Prozent auf 30,71 Euro gestartet. Im Handel wird das freiwillige Übernahmeangebot der Unicredit als strategisch cleverer Schachzug beschrieben. Dieses habe früher oder später erfolgen müssen, da die Unicredit wegen der Aktienrückkäufe der Commerzbank ohnehin gegen die 30 Prozent-Schwelle gedrückt worden sei. Angesichts der jüngsten Kursschwäche der Commerzbank-Aktie sei der Zeitpunkt für das Gebot "perfekt" gewählt worden. Danach könnten die Italiener frei handeln. Die Unicredit dürfte bereit sein, eine deutliche höhere Prämie für die Commerzbank zu zahlen.

Die genaue Höhe des Umtauschverhältnisses steht noch nicht fest, basiert aber auf dem volumengewichteten Durchschnittskurs der vergangenen drei Monate und dürfte bei 0,485 Unicredit-Aktien pro Commerzbank-Aktie liegen, was einem Preis von 30,80 Euro pro Commerzbank-Aktie entspricht. Unicredit geben 1,6 Prozent nach.

Hypoport starten mit Aufschlägen von 2,9 Prozent in den Handel. Ein Marktteilnehmer spricht von "knackigen" Geschäftszahlen, die sich über den Erwartungen bewegten. Der Immobiliendienstleister hat die EBIT-Marge im abgelaufenen Jahr stark auf 12 von 7 Prozent gesteigert. Bis zum Ende des Jahrzehnts wird eine Verdoppelung der Marge angestrebt.

=== 
INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50  5.703,82  -0,2   -12,79    5.716,61    16,8 
Stoxx-50    4.972,82  -0,1   -3,83    4.976,65    11,9 
DAX      23.434,67  -0,1   -12,62    23.447,29    19,9 
MDAX      28.820,39  0,0    0,93    27.039,42    15,3 
TecDAX     3.563,65  -0,3   -10,74    3.091,28    4,8 
SDAX      16.774,13  -0,1   -10,80    13.062,07    22,4 
CAC       7.898,59  -0,2   -12,94    7.911,53    10,0 
SMI      12.808,12  -0,2   -31,15    12.839,27    11,4 
ATX       5.263,62  +0,0    0,55    5.263,07    38,3 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Fr, 19:42 
EUR/USD      1,1438  +0,2   0,0022     1,1416   1,1438 
EUR/JPY      182,24  -0,0  -0,0800     182,32  182,6000 
EUR/CHF      0,9036  +0,0   0,0004     0,9032   0,9038 
EUR/GBP      0,8634  0,0   0,0000     0,8634   0,8634 
USD/JPY      159,32  -0,2  -0,3900     159,71  159,6100 
GBP/USD      1,3245  +0,2   0,0023     1,3222   1,3243 
USD/CNY       6,9  +0,1   0,0039     6,8961   6,8961 
USD/CNH      6,9031  -0,0  -0,0014     6,9045   6,9049 
AUS/USD      0,7015  +0,5   0,0035      0,698   0,7007 
Bitcoin/USD  73.156,82  +2,0  1.408,40    71.748,42 71.254,06 
 
ROHÖL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     100,63  +2,0    1,92      98,71 
Brent/ICE     105,52  +2,3    2,38     103,14 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.988,72  -0,6   -29,71    5.018,43 
Silber       78,87  -2,1   -1,68      80,55 
Platin     2.043,46  +0,9   18,87    2.024,58 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/flf

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March 16, 2026 04:44 ET (08:44 GMT)

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Tech-Aktien schwanken – 3 Versorger mit Rückenwind
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