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Künstliche Intelligenz hat die Technologieinvestitionen der vergangenen drei Jahre dominiert. Doch immer mehr Investoren richten ihren Blick über den KI-Boom hinaus auf die nächste Generation bahnbrechender Rechentechnologien. Das Quantencomputing hat sich dabei zu einer der meistbeachteten Zukunftstechnologien entwickelt, zieht Milliardeninvestitionen von privaten Kapitalgebern an und wird gleichzeitig für Regierungen zu einer strategischen Priorität im Hinblick auf wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, Cybersicherheit und nationale Sicherheit.
Auch wenn großskalige kommerzielle Quantencomputer noch am Anfang ihrer Entwicklung stehen, verändert sich die Investmentstory bereits. Die erste Welle der Begeisterung konzentrierte sich vor allem auf Unternehmen, die Quantenhardware entwickeln. Heute entsteht jedoch ein deutlich breiteres Ökosystem rund um Unternehmenssoftware, Cybersicherheit, Hybrid Computing und Quanteninfrastruktur, wodurch sich die Investitionsmöglichkeiten weit über den Wettlauf um den leistungsfähigsten Quantenprozessor hinaus erweitern.
Eine aktuelle Branchenanalyse von McKinsey zeigt, dass sich die Investitionen in den Quantensektor seit 2025 deutlich beschleunigt haben. Sowohl private als auch staatliche Finanzierungen sind erheblich gestiegen, da Regierungen Quantentechnologien inzwischen neben künstlicher Intelligenz und Halbleitern als strategische Zukunftstechnologien einstufen. Gleichzeitig sind sich die meisten Analysten einig, dass sich die Branche weiterhin in einer frühen kommerziellen Phase befindet und die Bewertungen vieler Unternehmen heute vor allem die Erwartungen an eine zukünftige Unternehmensnutzung widerspiegeln - nicht die aktuellen Umsätze.
Für Investoren wird es zunehmend wichtig, diesen Unterschied zu verstehen.
Im Gegensatz zu klassischen Computern, die Informationen als binäre Bits verarbeiten, arbeiten Quantencomputer mit sogenannten Quantenbits oder Qubits. Diese können durch das Prinzip der Superposition gleichzeitig mehrere Zustände einnehmen. In Kombination mit der Quantenverschränkung können Quantensysteme zahlreiche mögliche Lösungen parallel untersuchen, anstatt jede Möglichkeit nacheinander zu berechnen.
Dadurch eignet sich das Quantencomputing besonders für Optimierungs-, Simulations- und Kryptografieaufgaben, deren Komplexität für herkömmliche Computer exponentiell zunimmt. Die potenziellen Einsatzgebiete reichen von der Arzneimittelforschung und Batterietechnologie über Logistik und Finanzmodellierung bis hin zur modernen Cybersicherheit. Anstatt künstliche Intelligenz zu ersetzen, gehen führende Branchenvertreter zunehmend davon aus, dass KI und Quantencomputing künftig gemeinsam in hybriden Rechenarchitekturen arbeiten werden, die klassische CPUs, GPUs und Quantenprozessoren miteinander verbinden.
Für viele Marktteilnehmer bedeutete ein Investment in Quantencomputing bislang vor allem eines: Investitionen in Hardware.
Unternehmen wie IonQ (ISIN: US46222L1089) stehen beispielhaft für diesen Ansatz. Das Unternehmen entwickelt skalierbare Quantencomputer auf Basis gefangener Ionen und baut gleichzeitig kommerzielle Partnerschaften sowie cloudbasierte Zugänge zu Quantenrechenleistung aus. Gemeinsam mit IBM, Google und weiteren Hardwareentwicklern treiben diese Unternehmen die Entwicklung der Rechenkapazitäten voran, die künftig den entscheidenden Quantenvorteil ermöglichen sollen.
Doch die Hardware stellt lediglich eine Ebene eines deutlich größeren entstehenden Marktes dar.
Bislang hat sich keine dominante Quantenarchitektur durchgesetzt. Supraleitende Systeme, Ionenfallen, photonisches Quantencomputing und Quantum Annealing entwickeln sich parallel weiter. Welche Technologie letztlich den kommerziellen Durchbruch schafft, ist derzeit noch offen. Deshalb erweitern viele Investoren ihren Fokus zunehmend über reine Hardwarehersteller hinaus und richten ihre Aufmerksamkeit auf die Infrastruktur, die eine breite Unternehmensnutzung ermöglichen wird - unabhängig davon, welche Architektur sich langfristig durchsetzt.
Einer der dynamischsten Wachstumsbereiche ist die Post-Quanten-Cybersicherheit.
Mit den Fortschritten im Quantencomputing wächst bei Regierungen und Unternehmen die Sorge, dass leistungsfähige Quantencomputer künftig die heute verwendeten Verschlüsselungsstandards überwinden könnten. Dies hat die weltweiten Bemühungen zur Einführung postquanten-sicherer Kryptografie erheblich beschleunigt. Gleichzeitig bereiten sich Organisationen auf das Szenario sogenannter "Harvest Now, Decrypt Later"-Angriffe vor, bei denen verschlüsselte Daten bereits heute gesammelt werden, um sie künftig mit ausreichend leistungsfähigen Quantencomputern entschlüsseln zu können.
Die Auswirkungen reichen weit über die Cybersicherheit hinaus.
Verteidigungsorganisationen, Finanzinstitute, Gesundheitsunternehmen und Betreiber kritischer Infrastrukturen betrachten die Vorbereitung auf das Quantenzeitalter zunehmend als strategische Unternehmensaufgabe und nicht mehr lediglich als IT-Projekt. Die Herausforderung besteht heute nicht mehr darin, die Existenz quantenbasierter Risiken anzuerkennen, sondern praktikable Wege zu entwickeln, um komplexe Organisationen auf diesen Wandel vorzubereiten.
Genau hier entsteht derzeit eine neue Kategorie von Unternehmenslösungen im Bereich der Quanteninfrastruktur.
Anstatt selbst Quantenhardware zu entwickeln, konzentrieren sich Unternehmen dieses Segments darauf, Organisationen bei der Einführung von Quantentechnologien, der Integration hybrider Rechenressourcen sowie der Vorbereitung ihrer IT-Landschaften auf das Post-Quanten-Zeitalter zu unterstützen.
SuperQ Quantum Computing (ISIN: CA86848C1086) ist ein Beispiel für diesen entstehenden Markt. Die hardwareunabhängige Plattform Super wurde entwickelt, um klassisches Hochleistungsrechnen, künstliche Intelligenz sowie unterschiedliche Quantenarchitekturen innerhalb einer einheitlichen Unternehmensumgebung zu orchestrieren. Dadurch können Unternehmen hybride Quanten-Workflows nutzen, ohne über spezialisiertes Quanten-Know-how verfügen zu müssen. Indem die Komplexität der zugrunde liegenden Hardware abstrahiert wird, folgt die Plattform einem übergeordneten Branchentrend: Quantencomputing soll wirtschaftlich zugänglich werden und nicht ausschließlich Experten vorbehalten bleiben.
Auch die Strategie des Unternehmens verdeutlicht die Weiterentwicklung der Post-Quanten-Cybersicherheit. SuperPQC wird nicht lediglich als Verschlüsselungslösung positioniert, sondern als umfassendes Framework für die Vorbereitung von Unternehmen auf das Quantenzeitalter. Ziel ist es, globale Unternehmen, Behörden und regulierte Branchen von der reinen Sensibilisierung hin zur operativen Umsetzung zu begleiten. Dazu gehören Post-Quanten-Analysen, die Identifizierung von "Harvest Now, Decrypt Later"-Risiken, die Erfassung kryptografischer Abhängigkeiten, das Auffinden gefährdeter Systeme sowie die vollständige Transparenz über kryptografische Prozesse innerhalb der Unternehmensumgebung. Auf dieser Grundlage lassen sich strukturierte Migrationspläne entwickeln, die von ersten Risikoanalysen bis hin zur automatisierten, unternehmensweiten Umstellung auf postquanten-sichere Kryptografie reichen.
Diese Entwicklung spiegelt einen grundlegenden Wandel innerhalb der Quantenbranche wider. Unternehmen, die Quantentechnologien evaluieren, suchen zunehmend nach integrierten Plattformen, welche Rechenleistung, Cybersicherheit und Unternehmensintegration miteinander verbinden - anstatt isolierter Einzellösungen.
Für Investoren verändert sich dadurch die Bewertung des gesamten Sektors.
Die erste Generation von Quanteninvestitionen konzentrierte sich vor allem auf die Frage, wer den leistungsfähigsten Quantenprozessor entwickeln kann. Die nächste Entwicklungsphase könnte jedoch von jenen Unternehmen geprägt werden, die die Hürden für den Unternehmenseinsatz abbauen, Quantentechnologien nahtlos in bestehende Geschäftsprozesse integrieren und Unternehmen praktikable Strategien für den Übergang in eine quantengestützte Zukunft bieten.
In diesem Sinne könnte die nächste große Chance im Quantencomputing nicht ausschließlich den Gewinnern des Qubit-Wettlaufs gehören. Ebenso profitieren könnten jene Unternehmen, die die Software, die Unternehmensinfrastruktur und die Cybersicherheitslösungen entwickeln, welche Regierungen und Unternehmen den sicheren Übergang von der Forschung in den kommerziellen Alltag ermöglichen.

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Quellen
https://www.rbcwealthmanagement.com/en-uk/insights/quantum-computing-and-the-next-technology-contest
https://www.home.saxo/content/articles/equities/quantum-revolution-eng-02062026
https://postquantum.com/quantum-sovereignty/quantum-sovereignty-intro/
https://www.superq.co/news/secures-major-commercial-agreement-with-ai-financial-aifc
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SuperQ Quantum Computing Inc.
Land: Kanadisch / ISIN: CA86848C1086
https://www.superq.co
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