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China kontrolliert die Schlüsselmetalle: Warum der Billionen-Dollar-Wettlauf des Westens St George Mining in den Fokus rückt

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Der Wettbewerb zwischen den Vereinigten Staaten und China wird zunehmend fernab von Börsen und Halbleiterfabriken ausgetragen. Stattdessen spielt er sich tief unter der Erde ab, wo die Kontrolle über Seltene Erden und andere kritische Rohstoffe zu einer der entscheidenden geopolitischen Fragen dieses Jahrzehnts geworden ist.

Die Dimensionen sind enorm. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) könnte die vollständige Umsetzung der chinesischen Exportbeschränkungen für Seltene Erden industrielle Wertschöpfung außerhalb Chinas im Umfang von bis zu 6,5 Billionen US-Dollar gefährden. Branchen von der Verteidigungs- und Luftfahrtindustrie bis hin zu Elektrofahrzeugen und künstlicher Intelligenz sind auf Lieferketten angewiesen, die nach wie vor stark von China dominiert werden.

Für Investoren werden die Konsequenzen zunehmend unübersehbar. Während Regierungen Milliarden in alternative Lieferketten investieren, rücken Unternehmen mit großen Projekten außerhalb Chinas immer stärker in den Fokus - darunter auch St George Mining (ISIN: AU000000SGQ8), dessen Araxá-Projekt in Brasilien sich zu einem potenziell strategischen Vermögenswert entwickelt.

Eine kleine Gruppe von Metallen mit enormer Bedeutung

Seltene Erden umfassen 17 chemisch verwandte Elemente, die für die moderne Industrie unverzichtbar sind. Obwohl sie nur in vergleichsweise geringen Mengen verwendet werden, spielen sie eine zentrale Rolle in Produkten wie Smartphones, Elektrofahrzeugen, Windkraftanlagen und modernen Waffensystemen.

Ihre Bedeutung reicht jedoch weit über Konsumgüter hinaus. Benchmark Mineral Intelligence schätzt, dass ein Kampfflugzeug vom Typ F-35 rund 418 Kilogramm Seltene Erden enthält, während ein Zerstörer der Arleigh-Burke-Klasse etwa 2.600 Kilogramm benötigt. Ein U-Boot der Virginia-Klasse enthält sogar rund 4.600 Kilogramm dieser Rohstoffe.

Zusätzliche Nachfrage entsteht durch den Boom der künstlichen Intelligenz. Rechenzentren benötigen leistungsstarke Magnete, Kühlsysteme und hochspezialisierte Komponenten, die auf kritische Rohstoffe angewiesen sind. Laut einer Studie von Sprott entfallen wertmäßig mehr als 80 Prozent der weltweiten Nachfrage nach Seltenen Erden auf Permanentmagnete.

Trotz ihrer strategischen Bedeutung bleiben die Lieferketten jedoch stark konzentriert. China dominiert weiterhin die globale Förderung und Verarbeitung und verfügt dadurch über erheblichen Einfluss auf Industrien in Nordamerika und Europa.

Die IEA warnte kürzlich, dass bei einer vollständigen Umsetzung der chinesischen Exportkontrollen Produktionskapazitäten im Wert von rund 6,5 Billionen US-Dollar von Lieferengpässen betroffen sein könnten. Allein die Vereinigten Staaten und Europa würden fast die Hälfte der wirtschaftlichen Auswirkungen tragen.

"Unsere jüngste Analyse zeigt, dass enorme wirtschaftliche Werte von vergleichsweise kleinen Mengen kritischer Rohstoffe abhängen, deren Lieferketten weiterhin stark konzentriert und daher anfällig sind", erklärte IEA-Direktor Fatih Birol.

Der Westen öffnet die Geldbörsen

Westliche Regierungen reagieren mit beispielloser finanzieller Unterstützung.

Nach Angaben der IEA haben sich die öffentlichen Finanzierungszusagen für Projekte im Bereich kritischer Rohstoffe zwischen 2023 und 2025 mehr als vervierfacht und ein Volumen von 65 Milliarden US-Dollar erreicht.

Die Vereinigten Staaten spielen dabei die treibende Rolle. USA Rare Earth (ISIN: US91733P1075) sicherte sich kürzlich ein Finanzierungspaket im Umfang von 1,6 Milliarden US-Dollar, darunter ein Darlehen über 1,3 Milliarden US-Dollar sowie zusätzliche Fördermittel in Höhe von 277 Millionen US-Dollar.

Das US-Verteidigungsministerium investierte 400 Millionen US-Dollar in MP Materials (ISIN: US5533681012), um die heimische Verarbeitung und Magnetproduktion auszubauen. Gleichzeitig erhielten Unternehmen wie Energy Fuels, Phoenix Tailings und ReElement Technologies ebenfalls umfangreiche staatliche Unterstützung.

Doch der Aufbau neuer Lieferketten wird Zeit benötigen.

Selbst optimistische Prognosen gehen davon aus, dass China im Jahr 2035 noch immer rund 70 Prozent der weltweiten Verarbeitungskapazitäten für Seltene Erden kontrollieren könnte. Besonders kritisch ist die Lage bei schweren Seltenen Erden, die für Verteidigungsanwendungen unverzichtbar sind und außerhalb Chinas nur schwer beschafft werden können.

Wie politisch sensibel diese Rohstoffe inzwischen geworden sind, zeigte sich in diesem Monat, als der australische Produzent Lynas Rare Earths in Malaysia unter Druck geriet, nachdem das Unternehmen eine Liefervereinbarung mit dem Pentagon abgeschlossen hatte. Parlamentarier forderten eine stärkere Kontrolle strategischer Rohstoffe und machten deutlich, dass Seltene Erden zunehmend nicht nur die Industriepolitik, sondern auch die Außenpolitik beeinflussen.

St George positioniert sich in Brasilien

Vor diesem Hintergrund richten Investoren ihren Blick zunehmend über die etablierten Produzenten hinaus auf Unternehmen, die die nächste Generation von Seltene-Erden-Projekten entwickeln.

Zu den besonders aufmerksam beobachteten Unternehmen gehört St George Mining, das das Seltene-Erden- und Niobium-Projekt Araxá im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais vorantreibt.

Das Unternehmen stärkte kürzlich seine Finanzposition durch eine Kapitalerhöhung über 60 Millionen australische Dollar, die die Machbarkeitsstudien und Entwicklungsarbeiten beschleunigen soll. Besonders bemerkenswert ist, dass 20 Millionen australische Dollar von Hancock Prospecting stammen - der Bergbaugesellschaft der australischen Milliardärin Gina Rinehart. Nach Abschluss der Transaktion dürfte sich die Beteiligung von Hancock auf rund 10,5 Prozent erhöhen.

Araxá selbst hat sich inzwischen zu einem der bedeutendsten Seltene-Erden-Projekte außerhalb Chinas entwickelt. Anfang dieses Jahres erhöhte St George die JORC-konforme Ressourcenschätzung auf 70,91 Millionen Tonnen mit einem Gehalt von 4,06 Prozent Gesamt-Seltenerdoxiden. Nach Angaben des Unternehmens ist Araxá damit die größte karbonatitgebundene Hartgestein-Lagerstätte für Seltene Erden in Südamerika. Geologisch gehört die Lagerstätte zur selben Familie wie die Mountain-Pass-Mine von MP Materials in Kalifornien und die Mt-Weld-Mine von Lynas in Australien.

Das Projekt bietet jedoch mehr als nur Zugang zu Seltenen Erden. Araxá verfügt auch über bedeutende Niobiumvorkommen - ein strategisches Metall, das in Luft- und Raumfahrtlegierungen, militärischer Ausrüstung und hochfesten Stählen eingesetzt wird.

Jüngste metallurgische Untersuchungen haben die Investmentstory zusätzlich gestärkt. Die Testergebnisse zeigten Gewinnungsraten von rund 82 Prozent für Seltene Erden und bestätigten zugleich das Potenzial, sowohl Niobium- als auch Seltene-Erden-Konzentrate aus derselben Lagerstätte zu produzieren. Die Analysten von Canaccord Genuity halten weiterhin an ihrer spekulativen Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 0,23 australischen Dollar fest.

Mehr als nur ein weiterer Rohstoffzyklus

St George befindet sich weiterhin in einer frühen Entwicklungsphase, und Risiken im Zusammenhang mit Finanzierung, Genehmigungen und Rohstoffpreisen bleiben erheblich.

Dennoch ist der übergeordnete Trend eindeutig. Seltene Erden haben sich von einem Randthema der Bergbauindustrie zu einem zentralen Bestandteil der globalen Politik entwickelt. Während Regierungen ihre Abhängigkeit von China reduzieren und die Versorgung für Verteidigung, Technologie und künstliche Intelligenz absichern wollen, dürften Projekte, die diese Ziele unterstützen können, weiterhin im Mittelpunkt stehen.

Für Investoren lautet die entscheidende Frage daher nicht mehr, ob kritische Rohstoffe wichtig sind - sondern welche Unternehmen die Antwort des Westens auf diese Herausforderung mitgestalten werden.


Quellen

https://www.reuters.com/business/autos-transportation/chinas-rare-earth-curbs-endanger-65-trillion-western-industry-iea-says-2026-07-16/
https://wcsecure.weblink.com.au/pdf/ARU/03092779.pdf
https://www.stgm.com.au/
https://www.reuters.com/business/aerospace-defense/pentagon-invests-25-million-into-rare-earths-startup-reelement-technologies-2026-07-13/
https://www.prnewswire.com/news-releases/the-us-is-increasing-efforts-to-rebuild-its-rare-earth-supply-chain-302818837.html
https://sprott.com/insights/why-the-world-is-racing-to-secure-rare-earths/

Lassen Sie sich in den Verteiler für St George Mining oder Nebenwerte eintragen. Einfach eine E-Mail an Eva Reuter: e-reuter@dr-reuter.eu mit dem Hinweis: "Verteiler St George Mining" oder "Nebenwerte".

St George Mining
Land: Australien
ISIN: AU000000SGQ8
https://stgm.com.au

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