NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienmärkte haben am Montag ihre anfänglich moderaten Verluste im Handelsverlauf aufgeholt und tendieren leicht im Plus. Zunächst hatte der sich weiter zuspitzende Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und US-Notenbankchef Jerome Powell für etwas Belastung gesorgt. Zudem hatte sich Trump auf die großen Kreditkartenanbieter eingeschossen und ihnen wegen ihrer Zinspraktiken gedroht.
Der Leitindex Dow Jones Industrial notierte zuletzt um 0,1 Prozent höher bei 49.528 Punkten. Der marktbreite S&P 500 gewann 0,2 Prozent auf 6.978 Punkte und erreichte damit ein weiteres Rekordhoch. An der Technologiebörse Nasdaq stieg der Nasdaq 100 um 0,2 Prozent auf 25.818 Zähler.
Die Papiere der Kreditkartenanbieter Visa, Mastercard und American Express büßten zwischen 1,5 und 4,0 Prozent ein. US-Präsident Trump fordert eine einjährige Obergrenze für Kreditkartenzinsen. Laut dem Analysten Matt Britzman von Hargreaves Lansdown würde dies die grundlegenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Branche auf den Kopf stellen.
Von der Angelegenheit in Mitleidenschaft gezogen wurden auch Papiere aus der Bankenbranche, bei der die Anleger auch gespannt auf die in dieser Woche beginnende Berichtssaison warten. Titel der US-Bank JPMorgan, die am Dienstag den Zahlenreigen eröffnet, fielen um 2,0 Prozent, jene der Citigroup um 3,4 Prozent.
Positiv fielen dagegen die Aktien von Walmart auf, die an der Dow-Spitze um 3,6 Prozent zulegten. Die Aktie des Handelskonzerns steigt demnächst auch in den technologiewertelastigen Leitindex Nasdaq 100 auf. Außerdem kooperiert der Konzern mit dem Google -Mutterkonzern Alphabet, um KI-gestütztes Einkaufen anzubieten.
Die Aussicht auf einen KI-Deal mit Apple hievte die Alphabet-Papiere auf ein weiteres Rekordhoch und erstmals über die Marke von 4 Billionen US-Dollar. Zuletzt notierten die Anteilsscheine der Google-Muttergesellschaft 0,5 Prozent im Plus und damit wieder unter der 4-Billionen-Marke. Apples verbesserte Sprachassistentin Siri soll künftig von der KI-Technologie Gemini von Google gesteuert werden.
In der Bieterschlacht um das Hollywood-Urgestein Warner Brothers zieht der Konkurrent Paramount vor Gericht. In einer Klage fordert Paramount von Warner vor allem mehr Informationen zur Entscheidung des Managements, das Gebot des Streaming-Riesen Netflix vorzuziehen. Netflix will für rund 83 Milliarden Dollar lediglich das Studio- und Streaming-Geschäft übernehmen. Paramount bietet 108,4 Milliarden Dollar für den gesamten heutigen Konzern. Das Management von Warner sprach sich für das Netflix-Angebot aus, das letzte Wort haben aber die Anteilseigner. Die Warner-Aktien verloren zuletzt 1,6 Prozent, während Paramount um 0,4 Prozent zulegten und Netflix stagnierten.
Verluste von 1,2 Prozent verzeichneten die Anteilsscheine des Krankenversicherers Unitedhealth . Laut dem "Wall Street Journal" kritisierte ein Senatsausschuss die Geschäftspraktiken des Unternehmens mit Blick auf den Umgang mit der öffentlichen Krankenversicherung Medicare.
Einen Kurssprung um gut 14 Prozent gab es beim Nebenwert Ani Pharmaceuticals, der laut dem Barclays-Analysten Glen Santangelo einen "beeindruckenden Ausblick" ablieferte./edh/nas
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