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Krieg in der Ukraine, Truppenaufmarsch am Persischen Golf: Derzeit scheinen Politiker wieder stärker zu Kriegsherren zu werden.
Der Konflikt in der Ukraine allein dauert inzwischen mehr als vier Jahre und zeigt, wie moderne Kriegsführung funktioniert. Es kommt darauf an, die nötigen Rohstoffe, die Daten und den Luftraum zu kontrollieren. Seither hat ein Wettrüsten begonnen. Die USA drängten die NATO-Partner zur Erhöhung ihrer Ausgaben für Verteidigung und die meisten Staaten sind gefolgt. Deutschland hat in diesem Rahmen ein 500 Mrd. EUR schweres Investitionsprogramm gestartet, von dem unter anderem die deutsche Rüstungsindustrie profitiert. US-Präsident Donald Trump hat wiederum ein Militärbudget von einer 1 Bio. USD ausgerufen - für ein Jahr wohlgemerkt! Doch auch der globale Rivale China lässt sich nicht lumpen und erhöht seine Militärausgaben jedes Jahr um einen prozentual zweistelligen Betrag. Während die USA vor allem ihre Technologiehoheit genießen, dominiert China den Rohstoffmarkt. Diese brisante Konstellation bietet Anlegern Chancen am Aktienmarkt.
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Rheinmetall: Lohnt sich der Wiedereinstieg?
Das hat man lange nicht mehr gelesen. Einige Anleger posteten auf dem sozialen Medium X, dass sie Gewinne bei der Aktie von Rheinmetall mitgenommen hatten - voller Stolz. Zuvor konnte man nur begeisterte Kaufempfehlungen für den größten deutschen Militärkonzern lesen. Der Anstieg der Aktie suchte aber auch jahrelang seinesgleichen. Seit Anfang 2022 konnte sich der Wert nahezu versiebzehnfachen. 2023 wurde die erste Welle mit der Rückkehr in den DAX gekrönt; Rheinmetall war einst ein Gründungsmitglied.
Inzwischen aber konsolidiert die Aktie auf hohem Niveau und hat praktisch seit einem Jahr keinen großen Auftrieb mehr gezeigt. Dazu beigetragen haben sicherlich die Friedensbemühungen in der Ukraine, die kurzfristig immer wieder auf den Kurs drückten. Aktuell sieht es aber nicht so aus, als könnte der Krieg schnell beendet werden. Und selbst wenn doch: Die langfristigen Entwicklungen im Militärsektor deuten darauf hin, dass weiter aufgerüstet wird. Das zeigt auch die Auftragslage: Die Produkte von Rheinmetall sind derzeit so begehrt, dass das Management eher vor einer Herausforderung bei der Ausführung als vor einem Nachfrageproblem steht. Per Anfang 2026 hat Rheinmetall hierbei einen Rekordwert von 63 bis 70 Mrd. EUR ausgewiesen. Das sind 80% mehr als Ende 2023. CEO Armin Papperger hat in einem Interview für das laufende Jahr 2026 einen potenziellen Auftragseingang von bis zu 80 Mrd. EUR in Aussicht gestellt. Dies umfasst vor allem Rahmenverträge, die dann über viele Jahre abgearbeitet werden.
Die Aktie bewegt sich trotz dieser Auftragsflut in einer Seitwärts-Range. Der nächste Widerstand befindet sich bei knapp 1.800 EUR. Ein Ausbruch darüber würde den Weg zum Allzeithoch bei 2.000 EUR freimachen. Wer hier neu einsteigen will, sollte auf den Ausbruch warten. Nach unten muss aber die Unterstützung bei etwa 1.600 EUR halten. Technisch gesehen gibt es Raum für beide Richtungen.
Antimony Resources: Der Lieferant für die großen Player!
Rheinmetall liefert die Waffen, doch wie jeder Hersteller dieser Branche ist das Unternehmen auf die richtigen Rohstoffe angewiesen. Hier kommt Antimony Resources ins Spiel. Das Unternehmen entwickelt das Bald Hill-Projekt in der kanadischen Provinz New Brunswick! Es handelt sich um eine der besten Jurisdiktionen in Nordamerika, um Mineralien zu gewinnen und abzubauen. Auf Bald Hill findet sich jede Menge Antimon und es ist eines der wohl spannendsten Reaktivierungsprojekte im Bereich kritischer Mineralien.
Antimon ist nämlich für die Militärindustrie unabdingbar und kommt in der Munitionsherstellung hauptsächlich als Legierungselement in Bleigeschossen zum Einsatz. Denn es verbessert die Härte, Festigkeit und Formstabilität der Geschosse. Üblicherweise werden deshalb 3 bis 5% Antimon hinzugefügt, was die Präzision und Durchschlagskraft der Munition erhöht. Das Problem ist: China dominiert den Weltmarkt und kontrolliert mehr als 60% der globalen Förderung, wie Daten des US Geological Survey (USGS) zeigen. Seit 2023 schon hat Beijing die Ausfuhr beschränkt und strikte Kontrollen eingeführt, von denen nicht nur US-Konzerne, sondern auch Europäische Länder und Japan betroffen sind. Die Vereinigten Staaten versuchen deshalb Lieferketten außerhalb des chinesischen Machtbereichs aufzubauen. 2030 könnte die erste Mine auf US-Grund in Idaho in Produktion gehen; sie wird jedoch nicht einmal genug produzieren, um den US-Bedarf zu decken.
Deshalb spielt das Bald Hill Projekt von Antimony Resources eine solch wichtige Rolle. Direkt in der Nachbarschaft befand sich einst mit der Lake George Mine die einzige, primäre Antimon Nordamerikas. Antimon fällt nämlich meist als Nebenprodukt an. Bald Hill selbst wurde ab 2008 mit moderner Technik erkundet und es stellte sich heraus, dass sich das Vorkommen durch extrem hochgradigen Stibnit (Antimon-Sulfid) auszeichnet. Historische Bohrungen zeigten bereits Spitzenwerte von bis zu 11,7% Antimon über mehrere Meter. Das Department of Mines in New Brunswick hat zudem bereits regionale Arbeiten inklusive Airborne Geophysics und ein komplettes geologisches Mapping durchgeführt.
Antimony Resources kann als 100% Eigentümer der Liegenschaft vollständig auf diese Vorarbeiten und eine historische Datenbank aufbauen. Zudem kann das Unternehmen auf eine gute Infrastruktur im Umfeld setzen. Der Hafen von St. John ist per Straße erreichbar - in nur 75 Kilometer Entfernung. Auch auf dem Projekt selbst kann auf eine Straßeninfrastruktur aufgebaut werden.
Der ältere NI 43 101-Bericht zeigt, dass das Vorkommen zwischen 81.000 und 106.000 Tonnen an Antimon beherbergen kann. Zum Vergleich: Weltmarktführer China produzierte 2023 rund 60.000 Tonnen. Dieser Ressourcen-Bericht muss nun durch aktuelle Bohrarbeiten weiter bestätigt und verfeinert werden. Antimony Resources hat dafür im Dezember 2025 rund 9,45 Mio. CAD bei Investoren eingesammelt. Zudem kamen weitere 1,21 Mio. CAD durch die Ausübung von Warrants hinzu. Im ersten Halbjahr 2026 werden nun 10.000 Meter an Bohrungen durchgeführt. Für CEO Jim Atkinson ist es "offensichtlich, dass es sich um ein hochmineralisiertes Gebiet handelt", wie er vor wenigen Tagen mitteilte. Aktuell konsolidiert die Aktie nach dem steilen Anstieg der vergangenen Monate etwa 10% unter dem Höchstkurs. Mit einem Börsenwert von umgerechnet rund 50 Mio. EUR bleibt viel Raum nach oben - zumal sich die geopolitische Lage wohl kaum schnell entspannen wird.
Leidos: Der Architekt im Informationszeitalter
Alle Welt schaut auf die hoch bewertete Aktie von Palantir, doch mit Leidos 173,50 USD; US5253271028) gibt es einen kleineren, aber deutlich älteren Bruder, der im gleichen Teich fischt. Denn neben Militärtechnik und Rohstoffen sind heute Information in jedem Konflikt entscheidend. Leidos wurde bereits 1969 in Kalifornien gegründet, hat seinen Hauptsitz aber heute im Bundesstaat Virginia im sogenannten Dulles Technology Corridor und damit in unmittelbarer Nähe zu Washington D.C. und dem Pentagon. Leidos sieht sich als Technologieintegrator. Sie entwickeln die Software und die Architektur, um in der Verteidigung alles zu einem funktionierenden System zu verbinden. Im Defense-Bereich steht Leidos für Netzwerke, die es Truppenteilen ermöglichen, Daten in Echtzeit zu teilen. Bei Geheimdiensten kümmert sich Leidos um Cybersicherheit und die Analyse riesiger Datenmengen für Organisationen wie die NSA oder den CIA. Nicht zuletzt profitiert das Unternehmen derzeit von den massiven Investitionen in die veraltete US-Flugsicherung in seiner zivilen Sparte.
Mit dieser Aufstellung setzte Leidos 2025 rund 17,2 Mrd. USD um und konnte den Gewinn um etwa 18% auf etwa 1,46 Mrd. USD steigern. Beeindruckend ist aber der Auftragsbestand von satten 49 Mrd. USD. Hier herrscht also viel Planungssicherheit für die nächsten Jahre. Aufgrund der guten wirtschaftlichen Situation gilt Leidos als zuverlässiger Dividendenzahler. Als Quartalsdividende wurden zuletzt 0,43 USD je Aktie ausgeschüttet.
Zuletzt konnte das Unternehmen zudem prestigeträchtige neue Aufträge wie die Cloud-Modernisierung oder den Bau von passiven Radarsystemen für die US Air Force gewinnen. Zudem hat man sich mit dem Kauf der Entrust Solutions Group in den Bereich der Energie-Infrastruktur eingekauft. Die Transaktion wurde vor wenigen Wochen abgeschlossen. Hier geht es vor allem um den Schutz von Stromnetzen.
Die Aktie von Leidos bietet sich aktuell für langfristig orientierte Investoren an, die auf den Fortgang der strukturellen Wachstumstrends im Bereich der Verteidigung setzen wollen. Denn mit dem Quartalsbericht zum Q4 verlor die Aktie bis zu 10% an Wert. Leidos hatte die Gewinnerwartungen erfüllt, allerdings beim Umsatz knapp gepatzt. Hauptgrund hierfür war laut Management der sechswöchige Shutdown der US-Regierung in diesem Zeitraum, was zu Projektverzögerungen geführt habe.
Fazit:
Im Verteidigungsbereich ist derzeit eine Revolution in Gange. Hierzulande ist Rheinmetall einer der größten Profiteure von steigenden Militärbudgets - und kann auch Partnerländer beliefern. Der DAX-Konzern ist grundsätzlich ein wichtiges Investment in diesem Sektor. Da die Charttechnik derzeit zum Abwarten rät, sollten aber keine neuen Käufe vor einem potenziellen Ausbruch getätigt werden. Mit Antimony Resources können Investoren die Karte "Geopolitik" spielen und auf den wachsenden Hunger der Welt nach kritischen Mineralien setzen. Mit seinem niedrigen Börsenwert und dem laufenden Bohrprogramm kann das Unternehmen hiervon kurz- wie langfristig profitieren. Mit Leidos bietet sich Anlegern eine Alternative zu der gehypten und extrem hoch bewerteten Aktie von Palantir an. Mit dem hohen Auftragsbestand ist das Unternehmen für künftiges Wachstum gut positioniert.
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