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In den vergangenen zwei Jahren wurden börsennotierte Quantencomputing-Unternehmen vor allem unter dem Blickwinkel der Hardware bewertet. Investoren konzentrierten sich auf Unternehmen, die leistungsfähigere Quantenprozessoren entwickeln, die Fehlerkorrektur verbessern und Anwendungen demonstrieren, die klassische Computer künftig übertreffen könnten.
Doch diese Sichtweise beginnt sich zu verändern. Mit dem Übergang der Quantentechnologie von der Forschung in die ersten kommerziellen Anwendungen geht es längst nicht mehr nur darum, wer den leistungsfähigsten Quantencomputer baut. Zunehmend rücken auch Software, Cybersicherheit und Integrationsplattformen in den Mittelpunkt, da sie darüber entscheiden könnten, wie Quantencomputing tatsächlich in Unternehmen eingesetzt wird.
IonQ (ISIN: US46222L1089) bleibt eines der bekanntesten Beispiele für das hardwaregetriebene Modell. Das Unternehmen entwickelt Quantencomputer auf Basis von Ionenfallen, bietet Cloud-Zugang zu seinen Systemen und arbeitet an Unternehmensanwendungen. Damit steht IonQ exemplarisch für jene Unternehmen, die die technologische Grundlage für einen zukünftigen Quantenvorsprung schaffen wollen.
Dieses Modell hat erhebliche Aufmerksamkeit auf sich gezogen, denn leistungsfähige Hardware bleibt das Fundament der gesamten Branche. Ohne Fortschritte bei Qubits, Systemstabilität und Fehlerkorrektur bleiben viele langfristige Anwendungen unerreichbar. Auch die jüngsten Übernahmen von IonQ unterstreichen, dass die Kontrolle über Hardware und Lieferketten zunehmend zu einem strategischen Wettbewerbsvorteil wird.
Doch Hardware ist nur ein Teil des entstehenden Marktes.
Ein zweites Investmentthema entwickelt sich im Bereich der quantensicheren Cybersicherheit. Der Hintergrund ist einfach: Dieselben Quantencomputer, die künftig komplexe Optimierungs-, Simulations- und Modellierungsaufgaben lösen könnten, stellen gleichzeitig eine potenzielle Bedrohung für die heute verwendeten Verschlüsselungsverfahren dar. Das US National Institute of Standards and Technology (NIST) veröffentlichte bereits 2024 seine ersten endgültigen Standards für Post-Quanten-Kryptografie und empfiehlt Unternehmen sowie Behörden, frühzeitig auf quantenresistente Verschlüsselung umzusteigen.
Auch Google (ISIN: US02079K3059) hat dieser Entwicklung zusätzlichen Nachdruck verliehen und plant, die Umstellung auf Post-Quanten-Kryptografie bis 2029 abzuschließen. Cloudflare betrachtet das Jahr 2029 ebenfalls als wichtigen Meilenstein für die Einführung quantensicherer Sicherheitslösungen.
Vor diesem Hintergrund ist Quantum eMotion (ISIN: CA74767K1030) zunehmend in den Fokus europäischer und kanadischer Investoren gerückt. Das Unternehmen konzentriert sich auf quantensichere Sicherheitslösungen sowie auf die Erzeugung echter Zufallszahlen mittels Quantentechnologie (Quantum Random Number Generation). Diese Technologie nutzt quantenmechanische Prozesse, um besonders sichere Zufallszahlen für moderne Verschlüsselungsverfahren bereitzustellen.
Der Vergleich mit IonQ verdeutlicht die unterschiedlichen Investmentansätze. Während IonQ für den Ausbau der Quantenhardware steht, bietet Quantum eMotion Investoren Zugang zur Sicherheitsinfrastruktur des Quantenzeitalters. Beide Unternehmen adressieren unterschiedliche Ebenen derselben technologischen Wertschöpfungskette.
Zwischen diesen beiden Bereichen entsteht inzwischen eine dritte Kategorie: Unternehmen, die Softwareplattformen entwickeln und Quantencomputer, klassische Hochleistungsrechner, künstliche Intelligenz und Cybersicherheit in einheitliche Unternehmenslösungen integrieren.
SuperQ Quantum Computing (ISIN: CA86848C1086) gehört zu dieser aufstrebenden Kategorie. Im Mittelpunkt steht dabei nicht der Bau eigener Quantenhardware, sondern die Vereinfachung des Zugangs zu Quanten- und Supercomputing-Ressourcen über eine hybride Orchestrierungsplattform. Im Bereich Cybersicherheit unterstützt die Software-Suite SuperPQC Unternehmen dabei, den Übergang von einer theoretischen Bewertung von Quantenrisiken hin zu konkreten Schutzmaßnahmen zu vollziehen. Dazu zählen unter anderem die Identifikation sogenannter "Harvest Now, Decrypt Later"-Risiken, die Analyse kryptografischer Abhängigkeiten, das Auffinden verwundbarer Systeme sowie die Entwicklung von Migrationsstrategien hin zu quantensicherer Verschlüsselung.
Diese Unterscheidung ist für Investoren von Bedeutung. Die Einführung neuer Technologien scheitert häufig nicht an ihrer Leistungsfähigkeit, sondern daran, wie einfach sie sich in bestehende IT-Infrastrukturen integrieren lassen. Banken, Verteidigungsorganisationen, Gesundheitseinrichtungen oder Industrieunternehmen werden nicht über Nacht zu Quantencomputing-Spezialisten. Sie benötigen Softwareplattformen, die komplexe Rechenressourcen in praxistaugliche Anwendungen übersetzen.
Gerade deshalb dürfte der Quantenmarkt nicht nur eine einzige Gewinnergruppe hervorbringen. Hardwarehersteller könnten profitieren, wenn Quantenprozessoren weiter an Leistungsfähigkeit gewinnen. Spezialisten für Cybersicherheit könnten von der zunehmenden Einführung quantensicherer Verschlüsselung in Behörden und regulierten Branchen profitieren. Plattformanbieter wiederum könnten im Vorteil sein, wenn Unternehmen integrierte Lösungen bevorzugen, die Optimierung, künstliche Intelligenz, Hochleistungsrechnen und quantensichere Sicherheit miteinander verbinden.
Die Investmentdiskussion verschiebt sich daher zunehmend von der Frage, welches Unternehmen den leistungsstärksten Quantencomputer entwickelt, hin zu der Frage, welche Unternehmen Quantentechnologie in eine wirtschaftlich nutzbare Infrastruktur verwandeln können.
Gerade für Deutschland und Europa gewinnt diese Entwicklung an Bedeutung. Themen wie technologische Souveränität, Verteidigungsfähigkeit, industrielle Wettbewerbsfähigkeit und Cybersicherheit stehen zunehmend im Mittelpunkt. Frankreichs Entscheidung, ab 2027 Sicherheitsprodukte ohne quantensichere Verschlüsselung nicht mehr zu zertifizieren, zeigt, wie regulatorische Vorgaben die Nachfrage nach quantensicheren Technologien in kritischen Industrien beschleunigen könnten.
Für Investoren bedeutet dies, dass der Quantenmarkt immer stärker aus verschiedenen Ebenen besteht. IonQ steht exemplarisch für den Wettbewerb um leistungsfähige Hardware. Quantum eMotion repräsentiert den wachsenden Markt für quantensichere Sicherheitsinfrastruktur. SuperQ verfolgt einen Software- und Orchestrierungsansatz, der Unternehmen den Zugang zu Quanten- und Post-Quanten-Technologien erleichtern soll.
Der Markt befindet sich zwar noch in einer frühen Entwicklungsphase, und die breite kommerzielle Einführung wird Zeit benötigen. Doch die Investmentstory wird zunehmend vielfältiger. Quantencomputing dreht sich längst nicht mehr ausschließlich um den Bau der Maschinen von morgen. Immer stärker geht es auch um Software, Cybersicherheit und Integrationslösungen, die Unternehmen und Regierungen bereits heute auf das Quantenzeitalter vorbereiten.

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Quellen
https://edition.cnn.com/2026/05/17/science/quantum-computing-cybersecurity-q-day
https://www.forbes.com/councils/forbestechcouncil/2026/06/17/q-day-why-ceos-must-act-before-quantum-computers-break-existing-cybersecurity/
https://www.ionq.com/
https://www.quantumemotion.com/
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SuperQ Quantum Computing Inc.
Land: Kanadisch / ISIN: CA86848C1086
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