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Analysten sehen $15.000t: Neuer Kupfer-Schock? Lieferkettenrisiko bei Schwefel spitzt sich zu

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Störungen im Nahen Osten und Chinas Exportbremse bei Schwefelsäure erhöhen den Druck auf den Kupfermarkt. Besonders Chile und die DR Kongo geraten in den Fokus.

Der Kupfermarkt zeigt sich derzeit bemerkenswert angespannt. Kupfer hält sich oberhalb von 13.200 US-Dollar je Tonne und bewegte sich zwischenzeitlich sogar über 13.300 US-Dollar, nachdem der Preis zuvor bereits vier Wochen in Folge zugelegt hatte. Damit bleibt das Industriemetall in Schlagdistanz zu den Extremständen vom Jahresanfang.

Ausschlaggebend sind vor allem neue Angebotsrisiken, die sich aus dem Krieg im Nahen Osten und den Folgen für die Versorgung mit Schwefel und Schwefelsäure ergeben. Gleichzeitig kommen von der Nachfrageseite, vor allem aus China, weiter konstruktive Signale.

Kupfer steht auf der Angebotsseite unter Druck

Im Zentrum der aktuellen Marktbewegung steht ein Rohstoff, der außerhalb der Branche oft wenig Beachtung findet: Schwefelsäure. Sie ist ein zentraler Einsatzstoff für die Kupferproduktion im SX-EW-Verfahren, also bei der Laugung oxidischer Erze. Goldman Sachs verweist darauf, dass dieses Verfahren rund 17% des globalen Kupferangebots abdeckt; Reuters nennt für primär raffiniertes Kupfer sogar ungefähr ein Fünftel. Wird Schwefelsäure knapp, trifft das also nicht nur einzelne Produzenten, sondern einen spürbaren Teil des Weltmarkts.

Zusätzlichen Druck erzeugt die Lage rund um die Straße von Hormus. Der Krieg im Nahen Osten hat dort wichtige Lieferketten für Schwefel und daraus erzeugte Schwefelsäure gestört. China, der weltweit größte Produzent von Schwefelsäure, will seine Exporte ab 1. Mai einschränken beziehungsweise stoppen, um die eigene Versorgung zu schützen. Damit verschärft sich die Lage für Kupferproduzenten, die auf importierte Säure angewiesen sind. Der Markt reagiert entsprechend sensibel, weil ein solcher Engpass die Produktionskosten erhöht und im Extremfall direkt zu Ausfällen führen kann.

Chile und die DR Kongo rücken in den Mittelpunkt

Besonders exponiert sieht Goldman Sachs Chile und die Demokratische Republik Kongo. In der DR Kongo verfügen die Unternehmen nach Einschätzung der Bank noch über Lagerbestände für zwei bis drei Monate. Sollten sich die Störungen in den Lieferketten jedoch über Ende Mai hinaus bis in den Juni ziehen, könnten dort in diesem Jahr rund 125.000 Tonnen Kupferproduktion ausfallen. Das ist vor allem deshalb relevant, weil das Land für den Großteil seiner Schwefelsäureimporte auf die Golfregion angewiesen ist.

Auch Chile, der weltweit wichtigste Kupferproduzent, steht unter Druck. Reuters berichtet, dass China im März 2026 erstmals seit Juli 2023 keine Schwefelsäure mehr nach Chile verschifft hat. Im Februar waren es noch 31.870 Tonnen, im März 2025 sogar 151.268 Tonnen. Laut Goldman könnte eine anhaltende chinesische Exportbremse rund 200.000 Tonnen chilenischer Produktion gefährden, was etwa 1% des globalen Angebots entspricht. Morgan Stanley beziffert die chilenische SX-EW-Produktion auf rund 1,125 Millionen Tonnen pro Jahr; etwa 20% des dafür benötigten Säureangebots kommen aus China.

Gerade hier zeigt sich die Brisanz für den Kupfermarkt: Selbst, wenn nicht sofort Minen stillstehen, kann eine längere Unterbrechung bei der Säureversorgung die Produktionsprofile wichtiger Länder spürbar verändern. Das erklärt auch, warum Goldman Sachs trotz eines offiziell erwarteten Überschusses von 490.000 Tonnen an der Preisprognose von durchschnittlich 12.650 US-Dollar je Tonne für 2026 festhält. Der Markt sieht sich mit einem rechnerischen Überschuss konfrontiert, gleichzeitig aber mit realen Lieferkettenrisiken, die jederzeit in physische Verknappung umschlagen können.

Kupfer bekommt auch von der Nachfrageseite Unterstützung

Neben den Sorgen um das Angebot stützt auch die Nachfrage das Preisniveau. China, der größte Kupferverbraucher der Welt, sendet weiter positive Signale. Bloomberg berichtete Anfang der Woche über einen Rekordausstoß chinesischer Kupferschmelzen im März. Parallel dazu verwies ein Marktbericht auf rückläufige Bestände an der Shanghai Futures Exchange und eine anhaltend lebhafte saisonale Nachfrage.

Entsprechend blieb Kupfer in den vergangenen Tagen auf hohem Niveau. Reuters meldete am Mittwoch einen Anstieg auf 13.448,5 US-Dollar je Tonne und damit den höchsten Stand seit mehr als sieben Wochen. Zwar lag das Metall damit noch unter dem Rekordhoch von 14.527,5 US-Dollar vom 29. Januar 2026, doch die Distanz ist überschaubar. Der Markt befindet sich damit erneut in einem Bereich, in dem sowohl Fundamentaldaten als auch geopolitische Entwicklungen sehr schnell neue Preisschübe auslösen können.

Langfristig bleibt der Blick auf Kupfer bullish

Während Goldman Sachs kurzfristig stärker auf das Spannungsfeld zwischen Überschussprognose und Angebotsrisiken blickt, bleibt der längerfristige Ton im Markt konstruktiv. Auf dem Financial Times Commodities Global Summit in Lausanne äußerte sich auch der Rohstoffhändler Traxys optimistisch. Dessen CEO Mark Kristoff erwartet, dass Kupfer innerhalb der kommenden 24 bis 36 Monate auf 15.000 US-Dollar je Tonne steigen könnte. Für dieses Jahr rechnet er zwar nicht zwingend mit einem weiteren Sprung, doch die mittelfristige Richtung bleibt aus seiner Sicht aufwärtsgerichtet.

Für den Kupfermarkt ergibt sich daraus ein ungewöhnlich dichtes Gemisch aus Risiken und Chancen. Kurzfristig dominieren die Störungen rund um Schwefel, Schwefelsäure und die Straße von Hormus. Mittelfristig bleibt Kupfer aber ein Metall, das von struktureller Nachfrage aus Industrie, Elektrifizierung und Infrastruktur profitiert. Genau deshalb bleibt der Markt trotz aller Schwankungen auf hohem Niveau - und genau deshalb dürfte Kupfer in den kommenden Monaten eines der am genauesten beobachteten Basismetalle bleiben.

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