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Der Krieg gegen den Iran hat eine Entwicklung beschleunigt, vor der Rohstoffexperten seit Jahren warnen: Die westlichen Verteidigungsindustrien sind bei zahlreichen strategischen Metallen weiterhin stark von China abhängig.
Wie NBC News berichtet, haben die USA während des Konflikts erhebliche Mengen moderner Munition, Raketen und Präzisionswaffen eingesetzt. Dadurch rückte ein Rohstoff erneut ins Zentrum der Aufmerksamkeit: Wolfram. Das Metall gilt als unverzichtbar für panzerbrechende Munition, Flugzeugkomponenten, Raketensysteme und zahlreiche Hochleistungsanwendungen in der Verteidigungsindustrie.
Die Herausforderung: Die Vereinigten Staaten verfügen seit 2015 über keine aktive Wolframproduktion mehr. Gleichzeitig kontrolliert China heute mehr als 80% der weltweiten Wolframförderung und einen noch größeren Teil der Weiterverarbeitung.
Experten warnen inzwischen, dass der Westen Jahrzehnte benötigen könnte, um diese Abhängigkeit spürbar zu reduzieren.
Verteidigungsindustrie entdeckt Rohstoffrisiko neu
Die Diskussion um kritische Rohstoffe hat sich längst von einem wirtschaftlichen Thema zu einer Frage der nationalen Sicherheit entwickelt.
Während sich die Schlagzeilen meist auf Kampfjets, Raketen oder Verteidigungsbudgets konzentrieren, rücken zunehmend die Materialien in den Fokus, die diese Technologien überhaupt erst ermöglichen.
Neben Wolfram zählen insbesondere Seltene Erden und Niob zu den strategisch wichtigsten Rohstoffen moderner Militärsysteme. Hochleistungsmagnete aus Neodym, Praseodym, Dysprosium und Terbium finden sich in Radarsystemen, Drohnen, Kampfflugzeugen und Präzisionslenkwaffen. Niob verbessert die Eigenschaften moderner Spezialstähle und Hochleistungslegierungen für Luft- und Raumfahrtanwendungen.
Entsprechend suchen die USA, Europa und ihre Verbündeten weltweit nach neuen Lieferquellen außerhalb Chinas.
Almonty wird zum Schlüsselspieler im Wolframmarkt
Zu den größten Profiteuren dieser Entwicklung könnte Almonty Industries (ISIN: CA0203987072) zählen.
Das Unternehmen hat mit der Sangdong-Mine in Südkorea eines der bedeutendsten Wolframprojekte außerhalb Chinas entwickelt. Nach jahrzehntelangem Stillstand wurde die Mine inzwischen wieder in Betrieb genommen und gilt als eines der wichtigsten Projekte für die zukünftige Versorgung westlicher Industrien.
Almonty-CEO Lewis Black machte zuletzt deutlich, wie schwierig die Situation geworden ist. Gegenüber NBC erklärte er, dass China nicht nur die Produktion kontrolliere, sondern über Jahrzehnte auch das Fachwissen der Branche an sich gezogen habe. Der Wiederaufbau einer unabhängigen westlichen Wolframindustrie könne zehn bis zwanzig Jahre oder sogar länger dauern.
Für Investoren zeigt dies, wie stark strategische Rohstoffe inzwischen mit geopolitischen Entwicklungen verknüpft sind.
St George Mining profitiert vom Fokus auf strategische Lieferketten
Während Wolfram aktuell für Schlagzeilen sorgt, richtet sich der Blick vieler Investoren gleichzeitig auf Seltene Erden und Niob.
Hier gewinnt St George Mining (ISIN: AU000000SGQ8) zunehmend an Aufmerksamkeit.
Das Unternehmen entwickelt mit Araxá in Brasilien eines der aussichtsreichsten Seltene-Erden- und Niob-Projekte außerhalb Chinas. Die jüngste Ressourcenaktualisierung erhöhte die Mineralressource um 75% auf 70,91 Millionen Tonnen mit durchschnittlich 4,06% Gesamt-Seltene-Erden-Oxiden (TREO) sowie 0,62% Niobpentoxid.
Diese Kombination ist bemerkenswert. Während viele Projekte lediglich auf Seltene Erden fokussiert sind, bietet Araxá zusätzlich bedeutende Niob-Vorkommen. Gerade dieses Metall gewinnt aufgrund seiner Verwendung in militärischen Hochleistungslegierungen und modernen Luftfahrtanwendungen zunehmend an strategischer Bedeutung.
Brasilien rückt in den Mittelpunkt westlicher Rohstoffstrategien
Brasilien entwickelt sich zunehmend zu einem der wichtigsten alternativen Rohstoffstandorte außerhalb Chinas.
Mit seinen bedeutenden Vorkommen an Seltenen Erden, Niob, Graphit und weiteren kritischen Mineralien gewinnt das Land sowohl für die USA als auch für Europa an strategischer Relevanz.
Davon könnte auch St George profitieren. Das Unternehmen arbeitet nicht nur an der Erweiterung seiner Ressourcenbasis, sondern baut parallel Beziehungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf. Kooperationen mit REalloys, Boston Metal, Nanum Nanotecnologia und Tecnicas Reunidas sollen künftig Verarbeitungslösungen und industrielle Partnerschaften unterstützen.
Gerade diese vertikale Integration wird von Regierungen zunehmend gefördert. Die Erfahrung der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass Rohstoffsicherheit nicht allein durch Minen entsteht, sondern durch vollständige Lieferketten vom Abbau bis zur Weiterverarbeitung.
Ein neuer Rohstoff-Superzyklus?
Die aktuellen Entwicklungen rund um den Iran-Konflikt, die Wiederaufrüstung westlicher Staaten und die zunehmenden Spannungen zwischen China und den USA könnten einen langfristigen strukturellen Nachfragezyklus auslösen.
Anleger betrachten Unternehmen wie MP Materials (ISIN: US5533681012), Arafura Rare Earths (ISIN: AU000000ARU5) und Almonty Industries bereits als wichtige Bausteine westlicher Rohstoffsicherheit.
Unter den aufstrebenden Entwicklern sticht jedoch zunehmend St George Mining hervor. Die Kombination aus einer stark wachsenden Seltene-Erden-Ressource, strategisch wichtigen Niob-Vorkommen, positiven Bohrergebnissen und dem Ausbau von Downstream-Partnerschaften positioniert das Unternehmen in einem Markt, der immer stärker von geopolitischen Interessen geprägt wird.
Während die Welt über Verteidigungsbudgets spricht, könnte sich der eigentliche Wettbewerb zunehmend um jene Rohstoffe drehen, ohne die moderne Verteidigungstechnologie überhaupt nicht möglich wäre. In diesem Umfeld dürften Projekte wie Araxá und Sangdong noch deutlich stärker in den Fokus internationaler Investoren rücken.
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Quellen
https://sfg.media/en/a/us-tungsten-shortage-china-weapons/
https://www.benzinga.com/Opinion/26/05/52498552/why-defense-spending-is-now-the-strongest-signal-in-critical-minerals-markets
https://www.bloomberg.com/graphics/2026-us-china-heavy-rare-earth-magnets-defense/
https://almonty.com/wp-content/uploads/2026/03/AII_NR260318_Q4-2025-Earnings_FINAL.pdf
https://wcsecure.weblink.com.au/pdf/ARU/03083466.pdf
https://cdn-api.markitdigital.com/apiman-gateway/ASX/asx-research/1.0/file/2924-03082939-6A1322267&v=undefined
https://seekingalpha.com/news/4590091-mp-materials-targets-500-tons-per-month-ndpr-run-rate-by-end-of-2026-while-maintaining-500m
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St George Mining
Land: Australien
ISIN: AU000000SGQ8
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